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Do-it-yourself – Laminatboden einfach verlegt

Laminatboden verlegen - Anleitung

Laminat verlegen: in 13 Schritte zum perfekten Laminatboden

Der alte Bodenbelag hat langsam ausgedient? Dann haben wir gute Nachrichten für euch. Wir bieten euch eine große Auswahl an Laminatböden in vielen verschiedenen Farben und Formen. Passend dazu zeigen wir allen Do-it-yourself-Willigen in der folgenden Anleitung, wie ihr euren neuen Boden ruck zuck verlegt.

Vorab gehören zwei Faktoren beachtet:

  • Die Richtung in dem das Laminat verlegt wird
    Am besten verlegt man Laminatdielen parallel zum Lichteinfall. Im Normalfall laufen die Dielen auf das Fenster zu, während die Längsseiten und Fugen dem Licht folgen. Das bewirkt, dass die Fugen weniger sichtbar sind und der Boden im Allgemeinen ruhiger wirkt. Man kann mit der Richtung auch die optische Wirkung des jeweiligen Zimmers steuern. Hat man zum Beispiel einen langen, schmalen Gang, wirkt dieser mit quer zur Laufrichtung verlegten Dielen breiter.
  • Der Untergrund für das neue Laminat
    Die wichtigsten Faktoren für den Untergrund sind Trockenheit und Ebenheit.
    Neuer Estrich zum Beispiel besitzt oft noch eine Restfeuchte, dies ist verheerend für den Laminatboden. Nicht nur trocken, sondern auch gerade muss der Untergrund für das Laminat sein. Legt man es auf schiefen oder unebenen Untergrund, läuft man Gefahr, dass die Nut-Feder Verbindungen brechen oder der Boden sich verwindet. An sich kann Laminat gut auf Beton, Estrich, Spanplatten und Holzdielen verlegt werden, solange diese fest, sauber, eben und trocken sind.

Sind diese Punkte geklärt? Dann starten wir.

Laminat selbst verlegen

Auch Laminatdielen müssen sich am Raumklima anpassen, damit es später nicht zu Unebenheiten kommt.

1. Laminatdielen vorbereiten

Bevor das Laminat verlegt wird, braucht es 48 Stunden, um sich in dem gewünschten Raum zu akklimatisieren. Um dies zu veranlassen, können die Dielen waagrecht bei einer Mindesttemperatur von 18 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von maximal 70 % dort gelagert werden.

2. Untergrund Vorbereiten

Schon mal was von einer Richtlatte gehört? Genau die benötigt man, um den Untergrund auf Unebenheiten zu überprüfen. Sollten grobe Unebenheiten bestehen, können diese mit einer selbstverlaufenden Ausgleichsmasse und einer Fließspachtel ausgeglichen werden.

Wichtig ist es, den Boden danach komplett trocknen zu lassen.

3. Dampfsperre und Trittschalldämmung verlegen

Als Sicherheitsmaßnahme vor Feuchtigkeit wird auf Estrichböden und oberhalb von Warmwasser-Fußbodenheizungen eine Dampfsperre verlegt.

Die Dampfsperrfolie muss in die spätere Längsrichtung des Laminats ausgerollt werden. An den Wänden sollte sie jeweils 10 cm nach oben überstehen und dann abgeschnitten werden. Am besten lässt man die einzelnen Bahnen 20 cm überlappen und fixiert sie dann mit Klebeband. Als nächster Schritt wird eine Schalldämmung aus Schaumfolie, Filz oder Kork über der Dampfsperrfolie verlegt.

4. Die erste Reihe Laminat verlegen

Mit dem ersten Brett beginnt man in der linken hinteren Ecke des Raums. Mit einer Säge werden zunächst Feder oder Nut der ersten Laminatreihe entfernt. Weiteres werden die Dielen mit der beschnittenen Seite zur Wand aufgelegt und stirnseitig ineinander geklickt.

LAminat verlegen: die erste Laminatreihe muss perfekt sitzen.

Klicklaminat wird ausgemessen

5. Abstandsfüge einplanen

Je nach Temperatur zieht sich Laminat zusammen oder aber es dehnt sich aus. Genau aus dem Grund hält man zu Wänden oder Säulen einen Abstand von 15 mm ein. Diese Fuge schaffst du dank eines speziellen Abstandshalters oder einer Rastkeile.

6. Laminat einklicken

Für Hobbyhandwerker dürfte das Verlegen von Klick-Laminat relativ einfach sein. Die Dielen rasten mithilfe einer Spezialverriegelung ein, indem man sie ganz nah an die vorhergehende legt. Mit Hammer und Schlagklotz werden sie verriegelt. Beim Einklopfen ist darauf zu achten, dass die Dielen erst längs und dann quer eingeschlagen werden, damit keine Fugen entstehen.

Klicklaminat selbst verlegen

Klick-Laminat lässt sich einfach verbinden.

7. Laminatpaneele zuschneiden

Am Ende einer Reihe ist es oft nötig, das letzte Brett zu kürzen. Die Länge wird abgemessen, der erforderliche Abstand zur Wand berücksichtigt und der Wert mit Winkel und Bleistift auf der Diele abgezeichnet. Mit einer Säge oder einem Laminatschneider kann der angezeichnete Bereich einfach abgeschnitten werden.

8. Laminat anpassen

Danach kann das ausgeschnittene Stück mit Hammer und Schlagklotz vorsichtig an die vorletzte Diele angefügt werden. Die Endstücke sollten anschließend mit einem Zugeisen fest nachgezogen werden. Die nächste Laminatreihe beginnt man dann mit dem Versatzstück der davor beendeten Reihe.

Laminat zuschneiden und die neue Reihe mit dem Reststück vom letzten Zuschnitt anfangen

Die nächste Laminatreihe beginnt mit dem Versatzstück der davor beendeten Reihe.

9. Die letzte Laminatreihe legen

Für die letzte Reihe schneidet man die Dielen längs zu. Die erforderliche Breite wird ermittelt, die Abstandsfuge wird mit eingerechnet und die Dielen werden entsprechend zugeschnitten.

10. Heizungsrohre einbinden

Damit der Boden auch um Heizungsrohre herum schön verlegt ist, zeichnet man die Bohrlöcher für die Rohre (+ 10 mm) auf einem Stück Laminat an. Die Kreise werden danach mit einem passenden Bohrer oder einer Stichsäge ausgeschnitten. Danach verlegst du die Diele und klebst anschließend das Stück hinter den Rohren an der Diele fest.

11. Türzargen berücksichtigen

Beim Verlegen von Laminat sollte auch an die Türzargen gedacht werden. Diese macht man entweder passend – oder sie wird passend gemacht. Türzargen aus Holz kürzt man um eine Dielenbretthöhe plus Dämmung. Man legt ein Reststück an und sägt die Zarge entlang der Diele ab. Am besten bringt man vorab ein Stück Klebeband auf der Schnittfläche an, um zu verhindern, dass die Oberfläche der Türzarge ausreißt. Unter dem Schnitt kann dann das Laminat verlegt werden.

12. Sockelleisten anbringen

Zuerst muss die Dampfsperrfolie mit einem Cuttermesser abgeschnitten werden. Anschließend können die passenden Sockelleisten angebracht werden. Mit einer Gehrungssäge können die Leisten winkelgenau zugeschnitten werden. Für Treppen können Treppenkantenprofile verwendet werden.

13. Übergangsschienen anbringen

Um den Übergang des Laminats zu Teppichböden und Abstandsfugen zu kaschieren, arbeitet man am besten mit Übergangsschienen. Diese werden einfach im Boden verschraubt und sie können nicht mehr verrutschen. Liegt im nächsten Raum ebenfalls Laminat, muss die Dehnungsfuge unbedingt eingehalten werden. Die Stelle zwischen den Paneelen kann mit passenden Übergangsschienen verkleidet werden.

Die Anleitung zum Laminat Verlegen hat euch geholfen? Sehr gut. Solltet ihr euch aber nicht ganz sicher sein, wie man Laminatboden verlegt, lasst ihr besser Fachmänner ran. Hier  könnt ihr unsere Bodenleger-Profis kontaktieren. So lehnt ihr euch entspannt zurück und euer neuer Boden ist im Handumdrehen perfekt verlegt.

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